Schock für TI: Nokia kauft bei Infineon ein

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Die Finnen haben für ihre Handys immer ihr eigenes Chipdesign gemacht und die Prozessoren aus Texas importiert. Das wird sich nun ändern.

Der Chiphersteller Infineon Technologies AG hat einen Großauftrag von Nokia ergattern können. Künftig werden die Münchener Basisband- und RF-Chips (Radio Frequency) für GSM-Mobiltelefone sowie eine Single-Chip-Lösung für die neuen Modelle der Einstiegsklasse (macht etwa 30 Prozent der Produktrange aus) liefern.

Die Entry-Level-Mobiltelefone sind speziell für Wachstumsmärkte wie Indien, China und Brasilien konzipiert und sollen künftig mit Infineons Single-Chip-Lösung E-GOLDvoice auskommen – Texas Instruments hat das Nachsehen.

Alle nötigen Komponenten wie Basisband-Prozessor, RF-Transceiver, Power Management Unit (PMU) und Speicherbaustein sind auf dem Chip vereint. Dies ermöglicht kleinere und vor allem günstigere Mobiltelefone.

Finanzielle Details wurden nicht genannt, doch es dürfte sich um eine spürbare Größenordnung handeln. Das sieht auch die Börse so und schickte die Infineon-Aktie bis mittags mit rund 8 Prozent Plus in den Höhenflug. (rm)

Bild: Infineon

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