Microsoft reagiert auf Gorbatschows Bitte

Microsoft Russland zeigt Einsicht. Im Fall Ponossow soll von Microsofts Seite keine Schuld vorliegen.

“Im Fall Ponossow hat nicht Microsoft die Strafverfolgung ausgelöst, sondern die russischen Behörden sind nach russischen Gesetzen gegen ihn vorgegangen”, das schreibt Olga Dergunowa von Microsoft Russland.

Grund für die Diskussion ist der Prozess gegen einen russischen Lehrer, der in seiner Schule unwissentlich illegale Windows-Versionen betrieben hatte. Dieser sollte nun in einen Gulag im tiefsten Sibirien verfrachtet werden. Michael Gorbatschow hat in einem offenen Brief an Bill Gates dieses Vorgehen kritisiert (wir berichteten).

Während nun die offizielle Microsoft-Stelle in Redmond jeglichen Bezug zu dem Fall leugnet, ist Microsoft Russland geteilter Meinung.

“Wir wünschen uns eine gütliche Einigung und dass sich Lehrer Ponossow wieder um seine Schüler kümmern kann. Generell sollten Fälle wie der von Ponossow nicht strafrechtlich verfolgt werden, weil es nur sehr wenige Computer waren und diese auch noch in einer Schule eingesetzt wurden”, so eine offizielle Microsoft Stellungnahme (hier eine Meldung von Microsoft Russland). (mr)

Bild: VNUNet.com

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