Microsoft: Neue Schmutzwäsche aus Iowa (Update)

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In dem Anti-Trust-Gerichtsverfahren gegen Microsoft kommen im Gerichtssaal in Iowa als Nebenprodukt viele dreckige Geheimnisse ans Licht.

Wir durften uns schon delektieren an den Microsoft-Marktmethoden (wir berichteten), nun plauderte auch noch der Ex-Co-Präsident von Microsofts Platforms&Services-Abteilung, Jim Allchin, aus dem Nähkästchen.

Vor allem sein E-Mail-Verkehr mit der MS-Spitze wurde im Verfahren öffentlich ausgebreitet. Zitat: “Ich würde heute einen Mac kaufen, wenn ich nicht für Microsoft arbeiten müsste.” Ein Spruch Allchins in einem 2004er-E-Mail an seine Chefs Bill Gates und Steve Ballmer.

In einem Memo kritisiert er den MP3-Player ZEN Ultra als “nicht einmal nahe am iPod-Standard”. Seine Erfahrungen mit dem Gerät und der eingebauten MS-Software sei schrecklich gewesen.

In weiteren E-Mails diskutieren die MS-Führungskräfte die Gefahr, die von Linux ausgehe. Das Gericht ließ sich auch von dem deutschen Vobis-Mitbegründer Theo Lieven darlegen, welche dreckigen Tricks Microsoft benutzt habe, damit die Produkte seiner Rivalen nicht über Vobis verkauft werden. Vor allem die Wahlfreiheit beim PC-Betriebssystem versuchte der Konzern zu verhindern. (rm)

Bild: Microsoft

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