Intel Tolapai: Der alles-drin-Prozessor

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Erst Mitte 2006 hatte sich Intel von seinen Embedded-Prozessoren der XScale-Linie getrennt. Nun wollen die Strategen in Santa Clara in diesen lukrativen Markt zurück – aber mit einem x86-Prozessor. Der trägt den Namen Tolapai und vereint Pentium-M-Prozessorkern, Speichercontroller und I/O-Controller auf einem Chip.

Aufgetaucht sind die Specs von Tolapai in einer Intel-Präsentation, die HKEPC veröffentlicht hat. Der Prozessor soll mit Taktraten von 600, 1066 und 1200 MHz auf den Markt kommen und je nach Taktrate zwschen 13 und 22 Watt verbrauchen. An Schnitttstellen steht nicht nur das vom PC gewohnte zur Verfügung, sondern auch noch zusätzliche GPIO-Schnittstellen und zwei CAN-Schnittstellen, die für den Einsatz in Autos benötigt werden. Zusätzlich ist der Chip auch noch für die Verwendung in Telco-Hardware gerüstet.
Zwar gibt es mit dem AMD Geode und dem VIA C3 auch andere sparsame x86-Prozessoren für den Embedded-Bereich, die große Konkurrenz sind aber eher Mips, PowerPC und ARM (und damit auch Marvell mit dem XScale).
Zwar sind diese CPUs auch schnell und teileweise noch sparsamer, aber Intel kann dafür mit der X86-Kompatibilität von Tolapai punkten – für den Newcomer stehen schon eine Fülle von Entwicklungsumgebungen, Tools und fertigen Applikationen bereit – und eine Heerschar von Entwicklern.
Als Betriebssysteme für Tolapai sieht Intel Linux, FreeBSB und die Embedded-Version von Windows XP vor. (kla)

HKPEC Hardware