iPhone-Streit: Cisco macht Apple mehr Druck

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Der Netzwerkausrüster Cisco Systems will die Namensrechte an iPhone nicht aufgeben. Dies tat die US-Firma in ganzseitigen Zeitungsanzeigen kund.

Seit der Vorstellung des Apple-Mobiltelefons iPhone vor einem knappen Monat streiten Cisco Systems und der Computerhersteller um die Namensrechte (wir berichteten). Diese gehören seit Juni 2000 dem auf Heimanwenderprodukte spezialisierten Unternehmen Linksys, das Cisco im Frühjahr 2003 übernommen hatte.
In den Zeitungsannoncen in der New York Times macht Cisco nun auf diesen Umstand aufmerksam. Darin werden den Lesern das iPhone von Linksys und das iPhone von Apple entgegengestreckt. Zwei kurze Texte betonen die Unterschiede. Der wichtigste: Cisco verweist darauf, dass das iPhone von Apple erst am 9. Januar dieses Jahres vorgestellt wurde, mehr als fünf Jahre nach dem gleichnamigen Gerät von Linksys. Dieses erscheint allerdings im Unterschied zum tastaturlosen Apple-Pendant im Retro-Look.
Die Anzeigen wurden nur einen Tag nach einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Unternehmen geschaltet. In der Bekanntgabe von Cisco und Apple hieß es, der Netzwerkausrüster wolle seinem Konkurrenten mehr Zeit geben, auf eine zuvor von Cisco eingereichte Markenrechtsklage zu reagieren. Ziel sei eine außergerichtliche Einigung.
Cisco will jetzt durch seine Anzeigenkampagne den Druck auf Apple erhöhen, möglicherweise Lizenzgebühren für die Nutzung des umstrittenen Namens zu bezahlen. Damit könnte Cisco an einem eventuellen Verkaufserfolg des Apple iPhone mitverdienen. (dbm/mto/rm)

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