Spionage: Nun stellt Yahoo den Usern ein Bein

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Gestern berichteten wir noch, dass sich Yahoo selbst in die Suppe spuckt, nun aber schaut das Portal auch noch seinen Kunden ohne zu fragen über die Schulter. Pfui.

Mit dem neuen Tool “Yahoo Behavioral Targeting Shoppers” ermöglicht die Yahoo-Suchmaschine den Werbern, im gewünschten Augenblick eine auf den Nutzer angepasste Anzeigeneinblendung zu machen.
Welche Werbung eingeblendet wird, hängt vom Profil des Suchers ab, das Yahoo vorausschauend erstellt, während sich der Nutzer auf den Yahoo-Seiten bewegt. Allerdings merkt der Anwender nicht, dass seine Klicks und Eingaben für ein Profil gesammelt werden. “Das ist datenschutzrechtlich völlig unbedenklich”, verteidigt sich Judith Sterl, Sprecherin von Yahoo Deutschland. Das ganze funktioniere über B-Cookies.
Das Behavioral-Targeting gibt es in den USA seit einigen Monaten. Jetzt wurde es für den deutschen Markt angepasst. Laut Yahoo beeinflusst das Tool die Kaufentscheidung nachweisbar. “Erfolgreiche Tests mit Beta-Kunden in Deutschland belegen, dass sich bei Kampagnen, die mit Shoppers ausgesteuert sind, die Klickraten gegenüber Normalkampagnen im zweistelligen Bereich erhöhen”, gibt Heiko Genzlinger zu, seines Zeichens Verkaufsdirektor bei Yahoo Media Sales.
Unbedenklich ist die Sache sicher nicht. Zumindest sollte der User informiert werden, dass er ausgespäht wird. Es empfiehlt sich ohnehin, seinen Browser so einstellen, dass Cookies nicht automatisch angenommen werden. (bwi/rm)

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