Mobil surfen mit Aldi und Co

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Der Einstieg in die Welt der mobilen Datenübertragung wird um 97 Prozent billiger. Wer nicht genau hinsieht, zahlt aber noch immer drauf.

Die bisherigen Preise waren nicht mehr als eine hinterhältig aufgestellte Kostenfalle. Nachdem damit genügend Konsumenten abkassiert und von weiterem mobilen Surfen abgeschreckt wurden, kommt jetzt Bewegung in den Markt. E-Plus prescht über seine Wiederverkäufer wieder einmal vor, bietet dafür aber auch besonders wenig Leistung.

“Mobiles Internet zum Discountpreis”, trommelt Simyo und will sogar einen Datenfluss im Wert von 24 Cent verschenken: “Bis 28.02. 1 MB geschenkt!”

Von 9 Euro je übertragenes Megabyte fällt der Preis bei Simyo, Aldi-Talk und Blau auf relativ bescheidene 24 Cent. Nur bei Aldi geht es damit aber auch in das UMTS-Netz von E-Plus, das ohnehin mäßig ausgebaut ist. Außerhalb der UMTS-Zonen und bei den anderen E-Plus-Vertickern aber schleicht es sich nur mit GPRS-Tempo. Doch erst mit UMTS macht das mobile Surfen halbwegs Spaß, obwohl man sich auch damit nicht unbedingt stabile Verbindungen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit erhoffen darf.

Und weit kommt man mit ein paar Megabytes schon lange nicht mehr. Eines reicht heute gerade noch für den Aufruf von fünf üblichen Webseiten, auch wenn die Werber von Simyo ganz andere Rechnungen konstruieren.

Zumindest zum Ausprobieren oder gelegentlicher Nutzung unterwegs sind die endlich weniger astronomischen Tarife gut geeignet. Wer mehr will, kommt dann um einem Pauschaltarif für etwa 25 – 60 Euro monatlich nicht herum (allerdings in der Regel mit zweijähriger Vertragsbindung). Das rechnet sich bei intensiver Nutzung, wenn ich mir mal meine eigene mobile Datenpraxis ansehe.

Für die 49 Euro, die Vodafone (mit dem am besten ausgebauten Netz für Datenverbindungen) für die “Fair Flat” genannte Pseudo-Flatrate berechnet, bekäme man beim Aldi-Tarif gerade mal 240 MB. Meine letzte Vodafone-Rechnung weist aber 2047 MB von den pauschal zulässigen 5 GB aus – und die kämen im Aldi-Simyo-Blau-Tarif auf satte 491,28 €.

Bei den Tarifen, die bis gestern galten, hätten sie sogar noch versuchen können, absolut unanständige 18.423 € abzuzocken – eine wirklich erschreckende Zahl.

(bk)

Simyo