NEC entwickelt Anti-Spam-Technik für VoIP

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Eine neue Technologie soll der wachsenden Menge unerwünschter per VoIP generierter Werbe-Anrufe entgegenwirken.

“Spam over Internet”, kurz “Spit”, nimmt weiter zu – soeben erklärte der Verband der Verbrauchenerzentralen, die Masse der Werbe-Anrufe nehme trotz neuer Gestzeslage zu. Dies ist vor allem der Automatisierung durch VoIP zu verdanken. NEC hat in seinem Heidelberger Forschungszentrum nun eine Software namens “Seal” entwickelt, die herausfinden soll, ob der Anruf von einem Menschen oder von Software ausgeht.

Kommunikationsmuster würden während der Anrufe erkannt werden, erklären die Entwickler der Software deren Funktion. Seal ntutzt Module, die erkennen, ab bestimmte Teile eines Anruf-Segments schon an der Quelle geblockt werden sollen. NEC wird die Software auf der 3GSM-Konferenz in Barcelona präsentieren.

Die automatischen Wähleinrichttungen für “Spit”-Anrufe sind in vielen Ländern veboten, doch weil das Wachstum von VoIP solche Anrufe auch für kleine Werbetreibende erschwinglisch macht, wachse auch das Werbeaufkommen, berichtet Iain Thomson von vnunet.com. Die große Menge der Werbeanrufe belaste aber sauch die VoIP-Systeme der Carrier, meint der britische journalist und zitiert den Security-Experten Bruce Schneier: “Spit hat das Potential, Internet-Telefonie in den Ruin zu treiben – niemand wird VoIP-Systeme installieren, wenn er Dutzende von Sprach-Spam-Anrufen pro Tag erhält.” (mk)

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