Websites zahlen Geldstrafen für Adware

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Es traf die umsatzstarken Anbieter Priceline, Travelocity und Cingular. Sie hatten ihren Besuchern extrem lästige Werbe-Software angedreht, ohne sie zu informieren.

Es sind weder Garagengründer noch Hinterhof-Klitschen. Cingular ist sogar der von Apple auserwählte exklusive Vertriebspartner für das kommende iPhone. Wie der New Yorker Generalstaatsanwalt jetzt verkünden konnte, zahlen sie bereitwillig Geldstrafen und wollen sich bessern.

Damit ist auch geklärt, dass Werbetreibende in Zukunft nicht mehr so tun können, als gingen sie die hinterhältigen Methoden der von ihnen beauftragten Adware-Dealer und Spammer rein gar nichts an. Die drei Firmen hatten einen Laden namens Direct Revenue für sich arbeiten lassen, der Adware auf Millionen von Rechnern weltweit installierte. Diese Adware-Programme waren nur schwer zu deinstallieren – und wer es schaffte, wurde weiterhin durch Spam belästigt.

Das bedeutet jetzt aber noch lange nicht, dass diese Firmen von Adware ablassen werden. Der Staatsanwalt konnte sie lediglich zur Zustimmung dafür bewegen, dass sie die betroffenen Konsumenten besser informieren. Sie werden nur noch solche Firmen beauftragen können, deren Adware leichter zu entfernen ist.

Die Geldstrafen können sie ohnehin aus der Portokasse raustun. Priceline und Cingular drücken jeweils 35.000 $ ab, Travelocity sogar nur 30.000 $.

(Nick Farrell/bk)

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