Thailand droht ausländischen Providern

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Die Militärjunta in dem asiatischen Urlaubsparadies drohte damit, ausländische Mobilfunk-Provider aus dem Markt zu verbannen.

Die jetzige Regierung in Thailand hat Bedenken, dass die Netzbetreiber, die nicht von Inländern kontrolliert werden, ihre Handygespräche abhören könnten. Einige Minister kündigten bereits an, in diese Richtung zu ermitteln und in Fällen von Abhörverstößen umgehend die Lizenzen der Provider zu annulieren.

“Das Militär hat gerade folgendes Problem ausgemacht: Vertrauliche Gespräche werden zum Beispiel über Singapore geroutet,” gab Junta-Führer Sonthi Boonyaratkalin laut “Singapore Straits Times” zu bedenken.

Der größter Mobilfunkbetreiber, Advance Info Service (AIS), wurde voriges Jahr von Leuten aus Singapore geschluckt, denen Beziehungen zur dortigen Regierung nachgesagt werden.

“Es macht technisch und finanziell überhaupt gar keinen Sinn, Inlandsgespräche über andere Länder zu routen. Das belastet doch nur das Netzwerk und senkt die Qualität des Services”, entgegnete der Außenminister von Singapore gestern Abend. Pikantes Detail am Rande: Der abgesetzte Premier Thailands, Thaksin Shinawatra, besuchte gerade erst den Stadtstaat und traf sich inoffiziell mit dem Vizepremier. (rm)

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