Phishing-Attacken überholen Viren-Mails

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MessageLabs prüft den Schädlingsbefall zahlreicher Unternehmen weltweit und erkennt in der Auswertung der Daten vom Januar 2007 erstmals mehr Phishing-Attacken als Viren-Mails.

Spam-Quoten und Virenbefall seien auch im Januar auf dem gleichen hohen Niveau geblieben wie bislang, berichtet MessageLabs. Die Menge der finanziell motivierten Phishing-Versuche allerdings sei so stark gestiegen, dass sie erstmals die Virenverseuchung überholte.

Die zunehmenden Sicherheitsverfahren der Unternehmen mit Zwei-Wege-Autorisierung und nicht mehr immer funktionierende “Man-in-the-Middle”-Attacken (der Kunde kommuniziert zwar mit der Original-Website, doch der Phisher greift sich während der Kommunikation die Daten heraus) seien der Grund, warum sich die Daten-Angler durch eine höhere Verbreitungsrate ihres Tuns eigene Pfründe sichern müssten, erklärt MessageLabs.

“Die im Berichtsmonat rein zahlenmäßig zurückgegangene Bedrohung durch Trojaner-Attacken kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Trend zu multivarianten Viren-Angriffen fortsetzt”, erklärt der Security-Anbieter zudem. Die Viren Warezov und StormWorm seien besonders aktiv gewesen, um sich um neue Bot-Netze für Spam- und Phishing-Mailversand aufzubauen.

Auf seiner Website berichtet das Sicherheitsunternehmen über weitere Trends bei Phishing, Viren, Spam und deren Verteilung auf die Länder. Spam etwa nahm in Deutschland ab, die Infizierung mit Trojanern stieg; die höchste Bedrohung durch Phishing-Versuche müsse derzeit der israelische Mittelstand hinnehmen.

Der vollständige Bericht steht zum Download bereit. (mk)

Bild: Microsoft

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