Inventarisierungs-Programme
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Inventarisierungstools sollen helfen, im organisch gewachsenen Hard- und Software-Dschungel moderner Firmennetze die Übersicht zu behalten. In der Praxis läuft das aber nicht immer rund.

Diese Produkte haben wir verglichen

Inventarisierungs-Programme

_Castelware CW Inventory 2.0.3.5
_Vislogic Lan-Inspector 3.1
_Sysextensions.net Inventory Manager 2006
_Centennial Software Discovery 2006 Feature Pack 1 Web Edition
_Vogt PM Inventory V4.3.0
_Schmidt?s Login Loginventory 4.3
_it-Plan Lan-Controller Standard 2.1
_Quadriga Quadriga-IT 6.12


Im Hardware- und Software-Wirrwarr

Inventarisierungs-Programme

Wer sein Unternehmen effizient und reibungsfrei führen will, muss den Hard- und Software-Bestand genau kennen, damit das Zusammenspiel aller Komponenten funktioniert. Das ist allerdings leichter gesagt als getan: In heterogenen Netzwerken mit unterschiedlichen Plattformen und verschiedenen Software-Generationen verliert man schnell den Überblick. Ein Hilfe sind dabei Inventarisierungstools, die das Netzwerk auf vorhandene Bestände scannen. Das Erfassen der Hardware wird dabei zunehmend zur Nebensache. Aufwendiger ist es, im Wirrwarr der unterschiedlichen Software-Versionen eine brauchbare Inventurliste zu bekommen.

Die üblichen Verdächtigen

Im Test sind acht Inventarisierungs-Programme mit deutschsprachiger Oberfläche, die als Stand-alone-Produkt laufen. Sieben Kandidaten waren auch beim letzten Test (PCpro 12/2005, S. N6 bis N20) vertreten. Neu hinzugekommen ist Quadriga. Aventosoft ist nicht dabei, da es nur grundlegende Inventarisierungsfunktionen, aber keine darüber hinausgehenden Features hat.

Während im letzten Test das Hauptaugenmerk auf der Kostenrechnung lag, ist aktuell das Lizenzmanagement die größte Herausforderung. Der größte Entwicklungsschritt fällt bei Centennial auf. Hier ist zwar die Weboberfläche neu, allerdings wird sie nicht konsequent eingesetzt. Das zwingt den Anwender, ständig zwischen Web-GUI und Kontrollcenter zu wechseln. Generell geht der Trend zu Web-GUIs: Auch Loginventory wird in zukünftigen Versionen um eine Weboberfläche erweitert werden. Bei Redaktionsschluss gab es hierzu aber noch kein Final Release.

Bild: Beim Testsieger CW Inventory lassen sich umfangreiche Informationen zu jeder Lizenz erfassen


Castelware CW Inventory 2.0.3.5

Inventarisierungs-Programme

Beachtlich ist der immense Funktionsumfang, der neben Inventarisierung und Lizenzüberwachung auch eine detaillierte Kostenstellenverwaltung und -rechnung ermöglicht. Die Funktionsvielfalt ist auch die Krux des Tools, eine gründliche Einarbeitung braucht Zeit.


Die Testkriterien

Inventarisierungs-Programme

Die Inventarisierungstests werden mit zwei PCs mit Athlon 64 3200+ bzw. Athlon XP 2800+ und mehreren virtuellen Maschinen unter VMware Workstation 5.5 durchgeführt. Jeder Testkandidat muss im PC-Professionell-Testlabor sieben Clients erfassen, wobei über Images der realen PCs und Snapshots der virtuellen Systeme sichergestellt wird, dass jedes System identische Ausgangsvoraussetzungen vorfindet. Die Installation der Testkandidaten erfolgt jeweils in einer eigenen virtuellen Maschine unter Windows 2003 Server, auch wenn kein Programm eine Windows-Server-Version zwingend voraussetzt.

Software-Versionen sauber abbilden

Die fünf Clients sind mit Windows XP Professional und Service-Pack 2 installiert, die beiden Basis-Systeme laufen unter Windows XP Professional und Windows XP 64 Bit Edition. Alle Systeme sind auf aktuellem Patchstand, das heißt, es sind über 80 Hotfixes und Sicherheits-Updates installiert. Die weitere Bestückung besteht aus Microsoft Office XP Professional, Office 2003 Professional, Acrobat Reader und Winzip, wobei die Programme in unterschiedlichen Versionen installiert sind, um die Versionserkennung der Testkandidaten zu prüfen. So richten die Tester Acrobat Reader in den Versionen 7.0 und 7.0.8 ein, bei Winzip verwenden die Tester die Versionen 8.1, 9.0 und 10.0.

Nicht alle Programme gruppieren die unterschiedlichen Versionen übersichtlich, besonders gut ist das bei Castelware gelöst. Die Inventarisierung der PCs erfolgt bevorzugt über einen als Dienst laufenden Agenten. Dies ist bei allen Kandidaten außer PM Inventory, Loginventory und Quadriga IT der Fall. Bei PM Inventory wird bei der Anmeldung das Audit-Programm auf den Clients gestartet und die dabei erstellte Datei auf dem Server in einem freigegebenen Verzeichnis abgelegt. Bei Quadriga IT wird beim PC-Start ein Agent aufgerufen, der anschließend vom Inventarisierungstool angesprochen wird. Loginventory scannt die Clients über die Administratorrechte.

Vista: Rien ne va plus!

Im Testnetz wird auch ein System mit Windows Vista betrieben, an dem sich jeder der Testkandidaten versuchen darf. Eine Inventarisierung wie bei Loginventory über Remote Registry ist möglich, hier ist am Client nur der Dienst Remote-Registrierung manuell zu starten. Bis zum Redaktionsschluss funktionierte die agentengestützte Inventarisierung bei keinem Testkandidaten, spätestens Anfang 2007 soll es aber entsprechende Updates für die Programme geben. Genaue Termine waren bis zum Redaktionsschluss leider von keinem Hersteller zu erfahren.


Testergebnisse im Überblick

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