Zeitung: Will britisches Innenministerium Passanten durchleuchten?

Allgemein

Neues aus dem Orwell-Inselstaat: Laut Sun überlegt die britische Regierung, Röntgenkameras in Lichtmasten zu installieren und damit Spaziergänger auf Waffenbesitz zu überprüfen.

Das soll aus Dokumenten hervorgehen, die aus dem Innenministerium sickerten. Erprobt wurde die Technik bereits auf dem Londoner Flughafen Heathrow. Für solche Zwecke angedacht wurden unter anderem bildgebende Verfahren mit Millimeterwellen, Terahertz-Strahlung und Spektroskopie.

Die Zeitung bebildert das auch noch mit Röntgenaufnahmen von Personen beiderlei Geschlechts. Die wirken nicht besonders erotisch auf diesen Aufnahmen, tragen aber Waffen, wie gut zu erkennen ist. Die Big-Brother-Planer erkannten aber zumindest noch, dass es nicht allen Bürger gefallen dürfte, durch ihre schicke Kleidung hindurch in ihrer Nacktheit gesehen zu werden. Sie befürchteten, eine solche Praxis würde zu erheblicher Kritik aufgrund der verletzten Privatsphäre führen. Die Beamten sollen daher überlegt haben, ob es vielleicht nur Frauen erlaubt sein solle, weibliche durchleuchtete Objekte zu betrachten – was aber bei einer aufgenommenen Menschenmenge wiederum kaum praktikabel wäre.

Der britische Innenminister John Reid hat das natürlich alles gar nicht mitbekommen, wie er treuherzig versicherte. Hoffentlich bringt das jetzt nicht Wolfgang Schäuble auf komische Ideen …

(Iain Thomson/bk)

Linq

The Sun

Horch & Greif in England: Mikrofone überwachen die Straßen

Großbritannien und der Große Bruder