Kaspersky: Virenschreiber haben es gut mit Vista

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Eine Virenbekämpferin der Unsicherheitsfirma Kaspersky Lab hat ein paar scharfzüngige Sätze zu Microsofts Vista zu sagen.

In einem Bericht mit dem Titel “Vista gegen Viren” entdeckte Alisa Shevchenko, dass Microsofts Versuche, die Systemstabilität insgesamt zu verbessern, “zu Nebenwirkungen führten”.

Es überrascht natürlich wenig, wenn sich die Autorin darüber beschwert, dass Microsoft “es für die Anbieter von Sicherheitslösungen unmöglich gemacht hat, eine gewisse Funktionalität innerhalb ihrer Produkte zu implementieren.” Und das soll nicht ohne Folgen geblieben sein:

“Als Ergebnis davon ist es gegenwärtig nicht möglich, die volle Bandbreite wirksamer Werkzeuge zu nutzen, die von Antivirus-Anbietern hinsichtlich einer besseren Sicherheit entwickelt wurden.

Virenschreiber sind jetzt in verschiedener Hinsicht in einer besseren Position – sie müssen sich nicht direkt mit PatchGuard herumschlagen, und Rootkits können es ohnehin ganz einfach ausschalten.”

Zumindest über “Kernel Mode Protection” kann sie auch etwas Gutes sagen: “Ja, diese Funktion schützt das Betriebssystem vor bösartigem Code, aber es ist nicht so wirksam, wie die Entwickler behaupten.”

Da Borgware so allgegenwärtig ist, “werden Cyber-Kriminelle immer daran interessiert sein, Schwachstellen zu finden”, erklärt die Virenjägerin. “Tatsache ist, dass weder die Quantität noch die Qualität der Barrieren, die zum Schutz vor Hackern gedacht sind, eine wesentliche Rolle spielen. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Sie stimulieren einfach das Interesse bei einer bestimmten Untergruppe des Computer-Undergrounds. Der einzig wichtige Faktor besteht darin, dass Hacker und Virenschreiber nach Sicherheitslöchern suchen – so viel ist klar. Und wenn sie nach Schwachstellen suchen, dann werden sie die auch finden.”

Die Schlussfolgerung lautet, dass Vista “zweifellos sicherer ist als jedes vorhergehende Betriebssystem von Microsoft”. Und ein System, das so konfiguriert ist, dass “alles blockiert ist außer dem Zugang zu eigens zugewiesenen Sites könnte als absolut sicher gelten”.

Das aber hält den Benutzer gefesselt, argumentiert Alisa Shevchenko:

“Wenn jemand eifersüchtig ist auf einen Partner, dann könnte man ihm / ihr verbieten, allein auszugehen oder ihn / sie sogar einsperren. Je größer die Einschränkungen, desto weniger wahrscheinlich ist es natürlich, dass jemand anders eine Beziehung mit dem Partner eingeht. Doch je mehr Einschränkungen, desto unglücklicher wird der Partner sein. Letztendlich stellt sich die Frage, will man einen unglücklichen Partner?”

Das ist messerscharfe Logik.

(Newsdesk Inquirer/bk)

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Vista vs. Viruses