Intel beugt sich der Macht von Google

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Intel darf wieder Server an Google verkaufen. Aber dafür musste sich Chipzilla auch ganz besonders ins Zeug legen.

Nach einem Bericht bei News.com, der auf einem internen Blog von Intel-Veteran Pat Gelsinger beruht, setzte Intel auf eine kundenspezifische Entwicklung, um die Gunst der G-Men zu gewinnen. Der Suchmaschinenriese hat einen gemischten Gerätepark, tendierte aber in letzter Zeit stark zu AMDs Opteron.

Geisinger wird dahingehend zitiert, dass Google “für die letzten vier Quartale bei neuen Installationen zum Wettbewerber ging … (aber Intels Entwickler) waren ganz manisch dabei, als wir ein Motherboard nur für sie entwickelten und dabei mit ihnen zusammen an einem speziellen Speichermodul arbeiteten”.

Mit dieser einmaligen Hauptplatine gewann Intel den Prestige-Kunden Google zurück. Google bringt als Kunde nicht nur gute Umsätze, sondern ist auch hinsichtlich PR von Vorteil. Daher macht es Intel natürlich kaum etwas aus, dass diese Geschichte durchgesickert ist – auch wenn dieser spezielle Kunde sicher Preise aushandelt, die nur noch eine minimale Gewinnspanne für den Hersteller beinhalten, und ziemlich herzlos mit der Datencenter-Hardware umgeht, immer wieder Teile herausreißt und ersetzt.

Aber ein eigens für diesen Kunden entwickeltes Motherboard, ein Speichermodul nur für einen Abnehmer – was geht hier vor?

Googles Architektur hat sicher eine ganz erhebliche Größenordnung. Aber das gilt auch für alle wichtigen Suchmaschinenanbieter, Portale, xSPs, Konsumenten-Websites und Software-als-Service-Firmen. Diese übrigen Kunden werden sich diese “spezifischen” Entwicklungen sicher auch gerne mal ansehen wollen.

(Martin Veitch/bk)

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