Mehrjährige Freiheitsstrafe für Microsoft-“Lizenzhändler”

Software

Das Landgericht Bochum hat am 18. Januar einen türkischen Softwarehändler wegen schweren Betruges zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und 11 Monaten verurteilt.

Der Mann war im Juni letzten Jahres vom Bundeskriminalamt festgenommen worden. Er stand im Verdacht, im großen Stil mit falschen Softwarelizenzen für verschiedene Microsoft-Softwareprogramme gehandelt zu haben. Vor Gericht gab er zu, mindestens 18555 solcher Falschlizenzen an gewerbliche Händler weiterverkauft zu haben. In der Urteilsbegründung führte das Gericht aus, der Händler sei ein “raffinierter Straftäter”. Er habe aus Profitgier als Hintermann mit hoher krimineller Energie agiert.

Gutgläubige Kunden, die diese Falschlizenzen erwarben, haben viel Geld für nichts ausgegeben: Diese “Lizenzen” berechtigen nicht zur Nutzung von Microsoft-Programmen. Ihnen wurde vorgegaukelt, es handele sich um zuvor rechtmäßig erworbene Original-Lizenzen.

Der Schaden, der durch die Taten des verurteilten Händlers bei Endkunden und auch bei Microsoft angerichtet wurde, summiert sich auf über 4 Millionen Euro. (bwi)

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