Der HD-DVD-Hacker spricht

Allgemein

Das Digitale Restriktions-Managemant (DRM) hinter den neuen Formaten HD-DVD und Blu-ray war leichter zu knacken als das CSS-System, das es ersetzte.

So bescheiden äußerte sich gegenüber slyck.com der bislang noch immer nur als Muslix64 bekannte Hacker, der das angeblich so sichere DRM geplättet hatte. Er sieht sich selbst auch gar nicht so sehr als Hacker, sondern als aufgebrachten Kunden. Seine Anstrengungen dienten daher der “Durchsetzung des fairen Gebrauchs”.

Er war wütend gewesen, da er seinen Film nicht auf einem hochauflösenden Monitor ohne HDCP abspielen konnte, nur weil ein Obermotz aus Hollywood das so wollte. So entschied er sich, die DRM-Technik zu knacken. Und nach dem HD-DVD-Crack hielt er es nur für gerecht, auch noch Blu-ray zu knacken.

Ein wenig erstaunt hätte es ihn aber schon, dass Hollywood all das gute Geld für den DRM-Schutz ausgab und dann vergaß, den Volume-Key im Speicher zu schützen.

AACS hält Muslix 64 durch seinen Hack für völlig geplättet. Viele Leute in der Branche versuchten das zwar zu verschleiern. Sie könnten die Entwicklung aber nur stoppen, indem sie jede Disk mit verschiedenen Keys versähen, das aber käme sie viel zu teuer.

Wie er weiter ausführte, sind alle PC-basierten DVD-Player gegenwärtig von seinem Hack betroffen. Auch die Implementation von HDCP unter Microsofts Windows Vista sei kaum ein Hindernis, da alle Einschränkungen im Player erzwungen werden – was sich wiederum durch einen Open-Source-Player wie VideoLan überwinden ließe.

(Nick Farrell/bk)

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HD-DVD-Hacker knackt auch Blu-ray