Brüssel verhängt Höchststrafe für Siemens

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Die EU verlangt vom Münchner Technologie-Konzern eine Rekord-Geldbuße von fast 419 Millionen Euro. Begründung: Illegale Preisabsprachen.

Und schon wieder fliegt Siemens ein weiterer Skandal um die Ohren – und das unmittelbar vor der Hauptversammlung: Die Europäische Kommission verhängte gestern eine Geldstrafe gegen das Unternehmen wegen verbotener Kartellabsprachen.

Siemens hatte sich nach Erkenntnissen der EU-Wettbewerbshüter mit neun anderen Herstellern aus Europa und Japan den Markt für spezielle Schaltanlagen von 1988 bis zur Zerschlagung des Kartells 2004 rechtswidrig aufgeteilt. Der Konzern nannte die Strafe absolut überzogen und will nun klagen, muss aber die Summe schon mal hinterlegen, was zu Lasten des ohnehin angeschlagenen Konzernergebnisses gehen wird. (rm)

Bild: Siemens

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