Verbraucherschützer mahnen Spielemacher wegen Sicherungskopien ab

Allgemein

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat sich die Spieleproduzenten Blizzard, EA und Take2 interactive zur Brust genommen. Der Vorwurf: unzulässige und rechtswidrige Lizenzbedingungen.

Vzbv-Vizechef Patrick von Braunmühl erklärte gegenüber dem Berliner Tagesspiegel:

“Jeder Verbraucher hat das Recht, von seiner gekauften Software eine private Sicherungskopie zu ziehen.”

Die Spielehersteller mauern noch. EA redet sich damit heraus, man ersetze doch jedem betroffenen Kunden kostenlos die DVD, wenn sie defekt sei, daher brauche es so etwas wie Sicherungskopien gar nicht.

Bereits geschlagen geben mussten sich die Brennsoftware-Schmiede Nero und E-Book-Dealer Ciando, die letztes Jahr abgemahnt wurden und murrend ihre Unterlassungserklärungen abgaben.

Mit ähnlichen Aktionen sind die Verbraucherschützer auch gegen Musicload (Telekom) und Apples iTunes ins Gefecht gezogen. Apple ist sogar von einer konzertierten Aktion der Verbraucheranwälte in mehreren europäischen Ländern betroffen, die notfalls eine “bessere Vereinbarkeit mit anderen Abspielsystemen” einklagen wollen.

(bk)

Tagesspiegel