China will Handys nur noch per USB laden

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Per amtlichem Dekret will China das Wirrwarr von Kabeln und Ladegeräten rund um die Mobiltelefone beseitigen.

Das ist gar keine so schlechte Idee, wie ich meine. Ich habe mir gerade den Scanner Canoscan Lide 70 zugelegt, der seinen Strombedarf auch nur per USB-Schnittstelle befriedigt und daher theoretisch sogar mobil einsetzbar ist. Mindestens aber zieht sich ein Kabel weniger über den Schreibtisch – und es muss nicht noch ein Netzteil mit einem Etikett versehen werden, um es von all den anderen unterscheiden zu können.

China verfügt nun also einfach, dass alle Handy-Hersteller ihre Geräte mit einer USB-Schnittstelle für die Datenübertragung und das Laden der Akkus ausstatten müssen. Die Akkus wären also auch über den PC oder unterwegs über ein Notebook nachzuladen.

Technisch ist das nicht weiter schwierig, wie DigiTimes berichtet. Denn die meisten Mobiltelefone benutzen ARM-basierte Chipsets, die eine leichte Integration der USB-Funktionalität ermöglichen.

Die meisten Hersteller werden zunächst aber auch weiterhin ein externes Netzteil sowie Kabel mitliefern. Auf Dauer könnten jedoch auch diese durch Docking-Stationen mit einem USB-Anschluss ersetzt werden.

Wird China – mit seinem Markt von 100 Millionen Handys jährlich – damit einen internationalen Standard setzen?

(bk)

DigiTimes