Prada-Handy soll Apples iPhone angreifen

MobileSmartphone

Früher als Apple brachte LG ein Mobiltelefon auf Touchscreen-Basis und erhielt dafür im Dezember sogar einen Designpreis. Die Medienaufmerksamkeit rund um das Apple-iPhone will der koreanische Hersteller nun nutzen, um mit einer speziellen Version das Interesse an derartigen Geräten zu nutzen.

“Cleveres Re-Branding” nennen die Kollegen von Betanews.com die Aktion von LG, das Mobiltelefon KE850 in einer “special Prada edition” auf den Markt zu bringen und es als Antwort auf das Apple-Gerät zu vermarkten.

Die ursprünglichen Pläne für das Touchscreen-Design des KE850 sahen ähnlich zum jetzigen Apple-Gerät aus, der Hintergrund war dunkelblau. LG hat, um keine Probleme mit dem Apfel-Anbieter zu bekommen, eine graue Oberfläche im Prada-Design über die bisherigen Entwicklungen gelegt.

In US-Blog-Einträgen ist das Prada-Phone schon zum ernsthaftesten Wettbewerber von Apple herangereift, obwohl es für die USA noch gar nicht angekündigt ist. Die Kritik an fehlenden Funktionen des Apple-Gerätes könnte dem LG-Gerät Vorteile vor allem auch in Europa verschaffen. Deshalb soll das Prada-Phone zuerst in Europa, dann in Asien und vielleicht in der Zukunft den USA verkauft werden. Apple dagegen startet in Amerika und liefert sein Gerät erst später in Europa aus.

Die größte Ähnlichkeit beider Geräte sei neben dem Touchscreen-Design vor allem, dass beide Geräte einen Markt bedienen wollen, der nur durchschnittliche Funktionalitäten benötigt, aber dennoch trendy erscheinen will, interpretiert Betanews.com die Informationen beider Hersteller.

LG bezeichnet das Prada-Telefon als Triband EDGE Telefon mit einer 2 Megapixel-Kamera und 8 GByte internem Flash-Speicher. “Das ist nicht so viel anders als das iPhone-Angebot beim US-Mobilfunker Cingular (einer AT&T-Tochter)”, schreibt Betanews-Redakteur Scott Fulton. Wenn LG sich weiter auf EDGE konzentriere, müsse die Firma nur ein wenig warten, bis der Hype um das iPhone abgeklungen sei – und könnte so seinen Weg in die Offerten der US-Mobilfunkprovider finden.

Das Design-Telefon soll ohne Vertrag rund 600 Euro kosten und ab Februar bei Mobilfunkhändlern und in Prada-Stores erhältlich sein. (mk)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen