Warum finden Frauen Computer langweilig?

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Joyce Park, Mitbegründerin und CTO von Renkoo, macht sich Sorgen über die zu geringe Anzahl weiblicher Entwickler in der IT-Branche.

Sie beklagt vor allem, dass es zu wenige Frauen gibt, die sich ihr IT-Handwerk selbst beigebracht haben. Gerade Entwickler ohne formale Ausbildung aber, die sich selbst und mit Begeisterung eingearbeitet haben – nicht zuletzt im Bereich von Open Source -, aber gehören im Silicon Valley zu den Besten, und sie sind insbesondere für die Kultur der Firmenneugründungen von größter Bedeutung. Das mag gerade aus deutscher Sicht verwundern, aber das wäre wieder ein Thema für sich.

Joyce Park vermisst nun besonders in dieser Gruppe der Autodidakten Frauen, die dringend gebraucht würden, um auch eine weibliche Sicht und neue Ideen einzubringen. Das brächte der Branche vielfältigere Chancen, da es auch immer mehr Käuferinnen für IT-Produkte gibt.

Sie führt das auf die Betonung von Mathematik in Programmierkursen sowie die Tatsache zurück, dass Frauen weniger am Computer spielen. Frauen seien nicht geneigt, nur aus Spaß zu programmieren. Sie fänden Computer eben eher langweilig, doch dass müsse und könne geändert werden.

Ihren männlichen Bekannten gefielen ihre Vorschläge, Entwicklerinnen stärker zu fördern, allerdings weniger gut. Sie warnten vor einer Flut unterqualifizierter, mittelmäßiger Entwicklerinnen, die ihre Arbeit nur als einen Job ansähen und nicht wirklich mit Herzblut und höchster Kunstfertigkeit am Programmcode strickten.

Könnte genau diese Einstellung ihrer Freunde der Grund sein, warum so wenige Frauen den Weg in die IT-Branche finden?

(Nick Farrell/bk)

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Venturebeat