Fingerspitzengefühl gefragt
Nvidia Nforce 680i – eine Herausforderung an den Anwender

KomponentenWorkspace

Im Labor finden sich drei Mainboards mit dem derzeitigen Spitzenchipsatz Nvidia Nforce 680i SLI für Intel-Prozessor-Mainboards: Asus P5N32-SLI, ECS PN2 SLI2+ Extreme und Asus Striker Extreme. Der gemeinsam verwendete Chipsatz bietet mehr Möglichkeiten, als die meisten Anwender verkraften.

3x Nvidia Nforce 680i

Fingerspitzengefühl gefragt

Diemit diesen Hauptplatinen möglichen Speicherriegel mit Frequenzen von 1066 MHz und höher sind jedoch erst ab 400 Euro erhältlich und sorgen hier schon für größere finanzielle Hürden. Wer sich diese aber leisten kann, findet alle relevanten Einstellungen für Frequenzen und Spannungen im BIOS. Vorsicht beim Optimieren ist jedoch geboten, denn die hochfrequenten Speicher arbeiten nur bei großen Latenzzeiten. Der geringe Geschwindigkeitsvorteil der höheren Frequenzen rechtfertigt allerdings nicht den annähernd doppelt so hohen Preis der Speicher.

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Nur mit knappen Vorsprung setzen sich die 680i-Hauptplatinen an die Spitze der Sockel 775 Mainboards. Besonders interessant sind die Speichertest-Ergebnisse vom Futuremark PC-Mark 06. Fast 3% Mehrleistung (5747 Punkte) können mit den 1066 MHz RAMs gegenüber den Intel-Chipsatz-Mainboards (5585 Punkte) gemessen werden – 3% die sich jedoch auf den Rest der Tests und Anwendungen nicht sonderlich auswirken.
Die hochpreisigen Mainboards bieten allerdings auch entsprechend umfangreiche Ausstattungen: Dual-Gigabit-LAN, HD-Audio, Firewire und zehn USB 2.0 Anschlüsse sind bereits dabei.

Riesige Heatpipes transportieren die Wärme lüfter- und geräuschlos vom Hitzeherd ab. Zum Übertakten liegen den Packungen jeweils Zusatzlüfter zur Montage auf die Northbridge bereit.


Lieferumfang und Ausstattung

Fingerspitzengefühl gefragt

Während das Asus P5N32-E SLI eine SLI-fähige Grund-Version darstellt, glänzen die Extreme-Boards Asus Striker Extreme und ECS PN2 SLI2+ Extreme mit Zusatzfeatures fürs Auge. Elitegroup spendiert seinem Board eine doppelte 7-Segmente LED Anzeige und je einen Start- und Reset-Knopf. Das Striker von Asus toppt dies mit einer beleuchteten LCD-Zustandsanzeige in der Schnittstellenblende den illuminierten Start-, Reset- und CMOS-Lösch-Tasten.

Viele blaue LEDs schmücken das Striker-Board jedoch nur im Standby. Will man starten, muss erst die Beleuchtung über einem Schalter in der Schnittstellenblende abgeschalten werden.

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Im Lieferumfang der Asus Boards befinden sich Steckkarten mit dem Realtek-Codec-Chip und den Audio-Anschlüssen. Dem Striker liegen auch drei Temperaturfühler bei. ECS spendiert seinem Extreme-Board ein zwei Meter Netzwerkkabel. E-SATA- Anschlüsse onboard sind beim Asus Striker und als Slotblech-Version beim ECS PN2 zu finden. Optische Audio Ausgänge besitzen alle drei Mainboards coaxiale sind dagegen nur auf Asus-Platinen zu finden.
Mainboards mit Nvidias Nforce 680i SLI Chipsatz stellt dem Performance-Enthusiasten eine neue Herausforderung dar. Um diese Boards vollkommen auszureizen, sind jedoch teure Arbeitsspeicher und 2 SLI-fähige Grafikkarten nötig.
Ausstattungen im Vergleich als pdf