Microsoft will Vista für die ganze Familie verkaufen

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Wenn man bereits um die 95 Prozent Marktanteil hat, muss man sich immer noch mehr einfallen lassen, um den Zufluss an Geldern zu erhöhen. Microsoft entdeckt jetzt die Familienwerte, um noch mehr Windows zu verkaufen.

Die Borg schrauben noch immer an den neuen Preisstrukturen, wie Mary Jo Foley berichtet, und scheinen sich für eine “Familienpackung” zu begeistern. Das ist freilich weniger sozial, als es sich anhört, denn als Voraussetzung wird der Kauf des besonders teuren Vista Ultimate genannt. Wer das Geld schon mal los ist, dem soll es dann “gestattet” sein, zwei zusätzliche Kopien von Vista Home Premium zu einem Preis zwischen 50 und 99 $ zu erwerben.

Das Labyrinth der Windows-Varianten und Lizenzbedingungen wird damit noch ein wenig unüberschaubarer. Gerade Home-Benutzer dürfte verwirren, dass sich sowohl Vista Home als auch Vista Ultimate auf der von ihnen gekauften DVD befinden. Sie müssen zusätzlich per Kreditkarte für den Key bezahlen, der dann die weiteren Lizenzen freigibt. Sie werden dann auch noch begreifen müssen, was sie mit ihren Vista-Kopien tun und nicht tun können. Das dürfte vielleicht ein wenig schwer sein für Home-Benutzer, die oft der Fehleinschätzung unterliegen, dass sie nach dem Kauf eines Programms damit machen können, was und wie sie es gerne wollen.

Microsoft hatte bislang noch nie eine Form von Familien-Lizenzierung. Die große Idee dahinter ist, dass viele Familien zuhause zwei oder mehr Computer stehen haben. Somit könnte der Haushaltsvorstand dazu bewegt werden, für die weitere Vermarktung des OS im Familienkreis Sorge zu tragen.

Praktisch denkende Familien könnten allerdings auch auf Ideen kommen und zum Beispiel auf das familienfreundlichere Ubuntu Linux umsteigen. Das hat keinen hohen Einstiegspreis, und es kostet selbst eine vielköpfige Familie keinen müden Cent mehr.

(Nick Farrell/bk)

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