E-Mail-Entwickler entsetzt über Outlook 2007

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Outlook 2007 wirft das E-Mail-Design um fünf Jahre zurück – sagt Dave Greiner, der hinter der Newsletter-Software Campaign Monitor steht.

Outlook ist in Firmen mit einem ähnlichen Marktanteil wie der Internet Explorer, nämlich mit 75 – 80 Prozent vertreten. Damit kommt man beim Design eines Newsletters nicht am Borg-Ausblick vorbei.

Microsoft aber hat mal wieder alle Regeln ganz nach eigenem Gutdünken geändert. Mit Outlook 2007 sind Hintergrundbilder weg, Hintergrundfarben werden nur mäßig unterstützt, und überhaupt ist es mit Tabellen und CSS nicht mehr weit her.

Warum? Weil es Microsoft gefiel, für das Rendering in Outlook 2007 nicht mehr wie bisher den Internet Explorer einzusetzen, sondern die stark eingeschränkte Rendering-Engine von Word. Das wiederum hat vermutlich damit zu tun, dass Outlook Word standardmäßig für die Gestaltung von E-Mails einsetzt, und Microsoft daher auch die Darstellung in gleicher Weise durchsetzen wollte.

Außen vor bleiben aber alle, die nicht vollständig im Universum der borgeigenen Werkzeuge assimiliert sind. Wenn Microsoft das den IE-Benutzern angetan hätte, greint Greiner, hätte es einen Massenaufstand der Web-Designer gegeben.

Offenbar wurde Greiner nach der Veröffentlichung in seinem Blog mit Kommentaren gegen HTML-Mails überschüttet und musste hierzu um Nachsicht bitten: “Ich möchte hier eines klarstellen. Das hier hat nichts mit der Debatte um Text/HTML-Mails zu tun und wird Leute nicht daran hindern, HTML-Mails zu schicken. Es bedeutet vielmehr, dass eine Menge HTML-Mails in Outlook verstümmelt und schwer lesbar sein werden.”

(von Nick Farrell/bk)

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