DTX: AMD setzt Mainboard-Standards

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Während es bei größeren PCs mit ATX/Micro-ATX einen Standard für Mainboards und Gehäuse gibt, herrscht bei kleineren Rechnern ein ziemlicher Wildwuchs. Das führt dazu, dass hier die Preise höher sind und auch spätere Upgrades auf eine modernere Plattform nicht möglich sind. AMD ist nun angetreten, mit DTX auch einen Standard für kleinere Rechner zu definieren.

Geht es nach den Marktforschern von IDC, dann sind die großen Kisten auf oder neben den Schreibtischen auf dem Rückzug: bis 2010 werden etwa 50% aller Rechner im Small-Form-Factor-Format gebaut werden. Und bei diesem Trend will sich AMD mit dem DTX-Standard an die Spitze setzen. Denn Micro-ATX-Mainboards sind für diese neue PC-Klasse zu groß und Intels Pico-BTX stößt auf nur wenig Gegenliebe der PC- und Mainboardhersteller. Der ITX-Standard ist zwar auch für kleine Kisten gemacht, aber zu sehr auf die kühlen aber lahmen VIA-Prozessoren zugeschnitten, um auch für stärkere CPUs brauchbar zu sein.

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AMD sieht für den neuen Standard zwei Mainboard-Formate vor: DTX-Platinen sind mit 244 Millimetern genauso tief wie Micro-ATX-Mainboards, aber mit 200 Millimetern etwas schmaler. Neben CPU und Speicher sollen noch zwei Erweiterungskarten und – eine Novität – ein Express-Card-Slot Platz finden. Daneben soll es die noch kleineren Mini-DTX-Boards (200 x 170 mm) geben, die vorwiegend für CPUs bis 35 Watt TDP gedacht sind. Das größere Format soll CPUs bis 65 Watt vertragen. Der DTX-Standard ist offen, also keineswegs nur für AMD-Plattformen gedacht. Ob Intel auch auf DTX einschwenken wird, bleibt aber trotzdem abzuwarten. (kla)