Das Jugend-Handy für paranoide Eltern

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INQ_GPSkids.jpgNormalerweise verrät ein ausgeschaltetes Handy nicht seine Position. Doch das wird sich gründlich ändern, damit Kinder nicht mehr so leicht verschleppt werden können.

Fast im Wochenrhythmus verschwindet auf deutschen Wegen ein Kind oder Jugendlicher. Leider sind daran häufig Sexualstraftäter Schuld. Daher wäre die folgende japansiche Erfindung auch etwas für hiesige besorgte Eltern: Das Notruf-Mobiltelefon der KDDI Corporation besitzt einen integrierten, aktiven GPS-Sender. Der stellt unterwegs nicht nur die metergenaue Position des Handys fest, sondern übermittelt die Ortsangabe regelmäßig an eine andere Station. Das kann die Spedition sein, die wissen will, wo ihr Fahrer gerade steckt, oder aber die besorgten Eltern, die stets ein Auge auf den Nachwuchs haben wollen.
Der Clou an der KDDI-Lösung: Auch bei ausgeschaltetem Handy ermittelt das GPS-Modul die Position und überträgt regelmäßig die Ortsangaben. Mehr noch: Ein Panikknopf am Handy verständigt die Eltern (oder wen auch immer) per E-Mail von einer Notsituation. Das Handy muss dafür nicht einmal an sein.
Wird der Notruf aktiviert, dann schaltet sich auch noch die Kamera des Handys ein, um das Geschehen zu dokumentieren und auch davon einzelne Bilder per E-Mail sofort weiterzuleiten. Das kann im Rhythmus von 60 Sekunden passieren, wobei das abgeschaltete Handy die Prozedur zwei Stunden lang aufrecht erhält.
Wer will, kann ein solches Sicherheitshandy auch darauf programmieren, zu bestimmten Uhrzeiten (z.B. Schulbeginn, Schulschluss) den Aufenthaltsort zu ermitteln und mitzuteilen.
Das KDDI-Handy kommt zunächst in Japan auf den Markt, wird deutlich unter 100 Euro kosten und eine Monatsgebühr für den Notrufservice von umgerechnet etwa 13 Euro verursachen. Wenig, wenn es um das Leben der Kinder geht. (rm)

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