Streit um SED-Bildschirmtechnik führt zur Firmenübergabe

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Im Joint-Venture fertigten Canon und Toshiba Fernseher mit der SED-Technik (Surface-conduction Electron-emitter Display ). Um einen Rechtsstreit mit dem US-Unternehmen Nano Proprietary schneller zu beenden, übernimmt Canon nun das komplette Werk.

Canon übernimmt die zweite Hälfte des 50:50-Joint-Ventures SED Inc. von Toshiba. Die Firma wollte SED-Fernseher fertigen. Die neue Technik sollte Plasma-Fernseher langfristig ablösen: sie war besser und dazu billiger zu produzieren.

Die Toshiba-Anteile gehen zum 29. Januar in den Besitz Canons über. Grund: Die US-Firma Nano Proprietary hatte Technik an Canon lizenziert, um gemeinsam Fernseher auf Basis der kombinierten Röhren- und Nanotechnik zu entwickeln. Canon nahm jedoch die Lizenzen an der “FED-Technik” und entwickelte sie gemeinsam mit Toshiba zur kostengünstigeren “SED-Technik”. Nano fühlte sich übergangen und wollte auch von Toshiba Lizenzzahlungen.

Die japanische Tageszeitung ‘Nikkei Daily’ berichtet nun unter Berufung auf Unternehmensquellen, dass Canon die SED-Produktion fortan alleine stemmen will und so auch Vergleichsverhandlungen mit Nano beschleunigen will – schließlich sei kein Dritter im Bunde. Toshiba will die gemeinsame Technik “auf anderer Basis” weiterentwickeln.

Vergangene Woche war sogar das “Zerfallen des SED-Traums” und eine komplette Aufgabe im Gespräch, berichtete der asiatische Newsdienst Tech-on. (mk)

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