Touchscreens in Apples iPhone kommen aus Deutschland

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Der deutsche Handy-Zulieferer Balda aus Bad Oeynhausen kann den Wegfall der Siemens-BenQ-Aufträge durch einen Ausstattungsauftrag von Apple ausgleichen.

In den Multimedia-Telefonen des US-Herstellers soll ein wichtiges deutsches Element sein: Der Touchscreen wird vom westfälischen Unternehmen Balda produziert.

Erst vor Kurzem wurde das Apple iPhone angekündigt (wir berichteten). Kurz danach verbreitete sich die frohe Kunde in Bad Oeynhausen, dass die berührungssensitiven Kleinbildschirme dort produziert würden.

Ein Balda-Sprecher erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Apple-Geschäft wohl den größten Teil des Umsatzes tragen würde. Nach dem Wegfall von Auftraggeber BenQ-Siemens brachen die Umsätze des Zulieferers weg. Auch andere Abnehmer nahmen nicht mehr so viel ab: Balda erlitt im 3.Quartal einen signifikanten Umsatzeinbruch und reduzierte die Anzahl seiner Mitarbeiter um mehr als die Hälfte.

Ob der anvisierte Verkauf einiger Werke nach dem Apple-Auftrag noch nötig ist, wird sich noch zeigen – bei den Balda-Mitarbeitern jedenfalls weiß es noch keiner. Ende Dezember wurden bereits einige Tochterfirmen der Aktiengesellschaft verkauft. (mk)

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