Sandisks Flash-Laufwerk ist ganz schön schnell

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CES 007: Neben der guten Geschwindigkeit bietet die Solid State Disk mit 32 GB noch den Vorteil des deutlich geringeren Energieverbrauchs und lässt Akkus länger laufen.

Die CES hatte nicht viel an wirklich neuer und aufregender Technologie zu bieten. Es ging bei dieser Handelsmesse viel mehr um die kommerzielle Einführung von Technologien, über die wir seit Jahren geschrieben haben.

Sandisk steigt in den Markt der Laufwerke ein, die Speicherchips anstelle herkömmlicher Festplattenlaufwerke einsetzen, und das neue Modell kann mit wirklich guten Leistungswerten punkten. Wir sprechen über ein Gerät, das gegen 1,8-Zoll-Festplattenlaufwerke antritt, die üblicher Weise mit 3800 oder 4300 Umdrehungen in der Minute rotieren. Daher war es auch nicht so schwierig, deren Leistungsbereich zu erreichen als den von 2,5- oder 3,5-Zoll-HDs.

Sandisks SSD bietet eine Kapazität von 32 Gigabyte und zugleich einen viel günstigeren Energieverbrauch – mit einem erklärten Höchstverbrauch von 0,4 W. Da das Laufwerk über keine beweglichen Teile verfügt, beträgt der Verbrauch für Spin-up und Spin-down null (im Vergleich zu 1,7 – 1,8 W beim HDD), und im Leerlauf bleibt er bei 0,15 W statt 0,33 W. Es ist klar, dass der Stromverbrauch erheblich reduziert wird.

Die bloßen Wattzahlen würden noch nicht so viel bedeuten, wäre ein Massenspeicher-Laufwerk ein Gerät mit einem linearen Stromverbrauch. Tatsächlich hat es oft Spitzen im Verbrauch und setzt einem Akku um so stärker zu. SSD hat daher den Vorteil, die Lebensdauer eines Akkus um 15 bis 20 Prozent zu verlängern und bietet problemlos eine um eine Stunde verlängerte Laufzeit.

Der wesentliche Vorteil von SSD gegenüber dem konventionellen Laufwerk ist dennoch die Geschwindigkeit. Sandisks SSD will mit einer für Flash-basierte Laufwerke extrem schnellen Leistung überzeugen, die mit 65 MB/s für das Lesen und 35 MB/s für das Schreiben angegeben wird. Die Zugriffszeit beträgt 0,12 ms, während es eine Suchzeit praktisch nicht gibt.

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Mit der Einführung dieses Laufwerks werden die Aufpreise von Flash-Laufwerken gegenüber herkömmlichen auf das 5-6fache statt des heute üblichen 12-15fachen reduziert werden.

Die Massenproduktion ist für das Ende des zweiten Quartals angesetzt, und die ersten Notebooks sollten im späten dritten Quartal auftauchen. Um die Weihnachtszeit 2007 herum, so können wir heute schon sagen, wird ein Notebook mit SSD-Laufwerk eine Alternative und kein Nischenprodukt mehr sein.

(von Theo Valich aus Las Vegas / ins Deutsche übertragen von Bernd Kling)

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