Geheimdienstler halfen bei Windows Vista mit

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Die Herren Geheimagenten gaben sich in Redmond die Ehre, wie die Washington Post berichtet. Sie wollten den Borg ein wenig Nachhilfe in punkto Sicherheit geben.

Die Geheimen von der NSA (National Security Agency) sind eigentlich so geheim, dass sie oft nur “No such Agency” genannt wurden. Eigentlich sollen sie, so können wir jedenfalls der Spannungsliteratur von Dan Brown & Co entnehmen, fremden Staatsoberhäuptern nachspionieren, die Geschäftsinteressen amerikanischer Firmen weltweit bedienen, alles abhören, was weltweit geflüstert wird, und das dann noch entschlüsseln, übersetzen, hacken oder sich sonst wie einen Reim daraus machen.

Seit vier Jahren helfen sie bereits bei Microsoft aus, setzten ihr Können schon für die Konsumentenversion von Windows XP und die geschäftliche OS-Veriante Windows Server 2003 ein. Was sie da alles gemacht haben, wollten sie bei ihrer Berufsehre nicht verraten, sondern gaben nur ein Beispiel. Für Vista bildeten die Schlapphüte ein rotes und ein blaues Team. Die Roten sollten das Betriebssystem mit allen Mitteln angreifen, während die Blauen den Systemadministratoren des Verteidigungsministeriums dabei halfen, Vista zu konfigurieren.

Das soll nun der künftigen Sicherheit der USA dienen und Vista reif für das Schlachtfeld machen, wie ein Sicherheitsmanager von Microsoft prahlt:

“Wenn ein Microsoft-Produkt in einer Umgebung wie etwa im Kampfeinsatz benutzt wird oder in einer Regierungsangelegenheit, wenn dann ein System gefährdet wird und Identitäten enthüllt werden, so könnte es um Leben und Tod gehen.”

Enthüllt wurde Microsofts Kollaboration mit den Schlapphüten jetzt erstmals offiziell in einer “Sicherheitsanleitung für Windows Vista”, die ausdrücklich “nicht für Home-Anwender” gedacht sei, sondern für Informations- und Sicherheitsfachleute. Möglicherweise will Microsoft diese mit der Geheimdienst-Geschichte von der besseren Vista-Sicherheit überzeugen.

Auch Apple arbeitete bereits mit der NSA bezüglich der Sicherheit von OS X zusammen. Novell bestätigte ebenfalls die Zusammenarbeit mit Regierungsbehörden in Sicherheitsfragen. Novell-Sprecher Bruce Lowry erklärte in einer E-Mail jedoch, er sei nicht befugt, einzelne Fragen wie wer, was oder wann zu beantworten.

Sollte sich nun ein Gefühl von mehr Sicherheit einstellen? Die US-Geheimdienste sollen jedenfalls ziemlich gut darin sein, so hört man gelegentlich, Masenvernichtungswaffen an Orten zu finden, die es dort gar nicht gibt.

(adaptiert nach Nick Farrell/bk)

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Washington Post