Samsung schüttelt juristische Attacken ab

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Ärger mit Kartellbehörden, Klagen wegen Preisabsprachen und Patenten – bei seinen Gewinnaussichten kann Elektronik-Gigant Samsung darüber nur müde lächeln.

Für jede andere Firma wäre es ein Alptraum, was in diesem Jahr an juristischen Problemen auf Samsung zukommt. Kartellwächter in Südkorea, USA und Japan haben Samsung Electronics bereits wegen illegaler Preisabsprachen bei LCD-Panels in die Mangel genommen. Soeben wurde eine patentrechtliche Klage wegen der von Samsung eingesetzten Bluetooth-Technik bekannt. Wenn Samsung der Patentverletzung für schuldig befunden wird, könnten eine hohe Geldstrafe sowie Schadenersatz fällig werden. Die Nachricht von der Klage ließ Samsungs Aktien am 3. Januar um 2,24 Prozent fallen und damit etwas stärker als den koreanischen Börsenindex.

Ist alles gar nicht so schlimm, meinen jedoch die Analysten. Denn die legalen Probleme könnten nur eine “sehr geringe” Auswirkung auf die Geschäftsergebnisse haben. Sollten Zahlungen fällig werden, würden sie höchstens 300 bis 400 Millionen US-Dollar ausmachen. Das aber sei keine wirkliche Belastung bei einem erwarteten Gewinn von annähernd 10 Milliarden $ in diesem Jahr.

Eine solche Geldmaschine steckt juristische Probleme wie Erdnüsse weg. Das meiste Geld bringen Samsung die DRAM-Chips, bei denen die Firma über einen Drittel des Marktes kontrolliert. Dieser Markt soll im Jahr insgesamt über 40 Milliarden Dollar ausmachen und hat einen hohen Gewinnanteil, der im letzten ausgewerteten Monat bei über 35 Prozent lag.

Was sind da ein paar hundert Millionen zwischen Freunden und Klägern?

(adaptiert nach Nick Farrell/bk)

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