In Dresden entsteht die erste Fabrik für “elektronisches Papier”

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Plaste und Elaste sind wieder voll angesagt: Für rund 100 Millionen Euro baut die britische Firma Plastic Logic im Sachsenland das erste Werk für Halbleiter aus Kunststoff. Firmensprecher reden schon vom Ende der Silizium-Ära.

Im Unterschied zu Silizium können Plastik-Schaltkreise mit einfachen Drucktechniken erzeugt werden und den Preis von Unterhaltungselektronik drastisch senken. Sie ermöglichen zudem flexible Displays, die als elektronisches Papier bezeichnet und als nächste große Medien-Nummer gehandelt werden.

Plastic Logic entwickelt seit dem Jahr 2000 Geräte mit Kunststoff-Elektronik und begann als Ausgliederung der Universität von Cambridge. Wenn das Dresdener Werk im Jahr 2008 fertiggestellt ist, kann es eine Million integrierte Plastikschaltungen für einen Markt produzieren, in dem ein Umsatz von 41,6 Millionen Einheiten im Jahr 2010 angenommen wird.

Die neue Technologie hat auf jeden Fall großes Potenzial, bestätigte Gerhard Klink, Projektleiter für Polymerelektronik am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM gegenüber der Financial Times Deutschland. Der aufrollbare Bildschirm soll seiner Einschätzung nach aber noch einige Jahre auf sich warten lassen:

“Es gibt zwar schon erste Prototypen, wie zum Beispiel von der kalifornischen Firma Flexics – allerdings war die verwendete Folie nicht temperaturbeständig.”

(Nick Farrell/bk)

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