Computerkühlung mit Koronaentladung

Allgemein

Ein Prozess, bei dem ein Stromfluss durch Luft zwischen zwei Elektroden erzeugt wird, soll Chips kühlen. Ist das nicht ionisch?

Eine Firma hat eine Technologie entwickelt, die Computerprozessoren mit einem ionischen Wind kühlen soll. Das klingt zunächst ein wenig seltsam, hört man den Begriff “Ionic Wind” doch sonst eher im Zusammenhang mit etwas esoterisch angehauchten Wellness-Behandlungen.

Kronos benutzt eine ionische “Windpumpe”, die mit einer Koronaentladung Luft über den Chip strömen lässt. Die Firma, die eigentlich Korona-basierte Luftfilter entwickelt, versuchte die Technik auf die Kühlung von Mikroprozessoren anzuwenden.

Mit ein wenig Geld von Intel und dem Department of Electrical Engineering an der University of Washington schufen sie einige funktionierende Prototypen eines Koronaentladungs-CPU-Kühlers, der lautlos und effektiv einen modernen Hauptprozessor kühlen kann.

Korona-basierte Kühler haben keine beweglichen Teile und sind verlässlicher. Sie könnten selbst die anspruchvollsten Prozessoren kühlen, ohne das geringste Geräusch zu verursachen. Sie benötigen zudem nicht viel Energie, um ihre Arbeit zu verrichten, wie Kronos behauptet.

In einem Interview mit “The Future of Things” erklären die Erfinder, dass sie noch nach einer Finanzierung suchen. Mit der gegenwärtigen Finanzierung schätzen sie, in frühestens zwei Jahren ein kommerzielles Produkt in die Läden bringen zu können.

(adaptiert nach Nick Farrell/bk)

Linq

The Future of Things

Koronaentladung