Apples Optionen-Affäre: Steve Jobs ist noch nicht vom Haken

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Apple stellt seinen obersten Prediger bereits als unbelastet in der Affäre um rückdatierte Aktien-Optionen dar. Doch die Probleme beginnen erst.

Apples offizielle Verteidigungslinie besagt einfach, dass er zwar von der illegalen Vorgehensweise wusste, einschließlich gefälschter Dokumente und einer getürkten Aufsichtsratssitzung, aber eben nicht selbst davon finanziell profitierte.

Der CNN-Rechtsexperte Roger Parloff sah sich die Argumente genauer an und kam zu einem ganz anderen Schluss. Er meint, letztendlich habe Jobs auch dann die Aktionäre und das Finanzamt getäuscht, wenn er anderen rückdatierte Aktienoptionen gewährte. In zwei von drei möglichen Szenarios wäre Jobs als schuldig anzusehen – und das seien die beiden glaubhafteren und wahrscheinlichen Szenarios.

Jobs’ beste Verteidigung – er hat sich bereits einen eigenen Anwalt genommen – dürfte darin bestehen, auf Unkenntnis der Gesetzeslage zu plädieren. Dann aber wird er auch erklären müssen, warum eigens eine Aufsichtsratssitzung vorgetäuscht wurde, die nie stattgefunden hat. (Nick Farrell/bk)

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CNN Money