Wikipedia: Wir haben Katar nicht blockiert

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Das arabische Land Katar hat nur einen Internet Service Provider. Die Blockierung einer einzigen IP-Nummer kann daher weitreichende Folgen haben.

Jimmy Wales von Wikipedia bestreitet, dass Wikipedia eine ganze Nation an der weiteren Bearbeitung der Wikipedia-Texte hindern wollte. Das ginge ganz gegen die Wikipedia-Regeln. Ein so drastisches Vorgehen könne nicht geschehen, ohne dass ein Schlichtungsausschuss und er selbst dem zustimmten.

Er reagierte damit auf Medienberichte, die sich vor allem darüber wunderten, dass die vorübergehende Blockade mit Katar das Land betraf, in dem sich der arabische TV-Sender Al-Dschasira befindet – der wohl nicht gerade der Lieblingssender von George W. Bush sein dürfte.

Tatsächlich war weniger als 12 Stunden mit 82.148.97.69 eine IP-Adresse von Qtels Proxy-Servern wegen “vandalistischer” Aktivitäten von der weiteren, nicht registrierten Wikipedia-Bearbeitung ausgeschlossen worden. Das aber hatte bewirkt, dass anonymes Posten für Wikipedia aus Katar nicht mehr möglich war. Eine ganze Nation wurde also für die Aktivätäten einzelner bestraft – und die Blockade war für einen vollen Monat angekündigt worden, wie bei Wikipedia selbst berichtet wird.

Stimmen muss aber auch das noch lange nicht, weil eben nicht alles bei Wikipedia stimmt. So wird Nick Farrell, der Autor des britischen Originalbeitrags für den INQUIRER, zu seiner eigenen Überraschung bei Wikipedia als kanadischer Ex-Mittelgewichts-Boxer gleichen Namens geführt. Von der Wikipedia-Seite über den INQUIRER wird sein Name zu der Boxer-Biographie verlinkt.
Und Wikipedia gibt selbst zu, reale Probleme mit der Definition von Realität zu haben. (Nick Farrell/bk)

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