Hongkong erklärt den Web-Notstand

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Hongkongs Telekom-Behörden nahmen Notstandsbefugnisse in Anspruch, als die Firmen sich am ersten Arbeitstag nach dem Erdbeben vor Taiwan auf gestörte Internet-Verbindungen einstellen mussten.

Reparaturschiffe sind im Einsatz, um die Glasfaserkabel zu richten, die durch das Erdbeben zertrennt wurden. Nur ein einziges der sieben Unterseekabel, die den größten Teil der regionalen digitalen Kommunikation übermitteln, hatte das Beben intakt überstanden.

Dennoch erwies sich das Internet als so erstaunlich überlebensfähig, wie es durch seinen Aufbau eben sein sollte. Die Internet-Kapazität ging auf 70 Prozent zurück. Die internationalen Telefon-, Fax- und Mobilfunkverbindungen waren bereits wieder weitgehend normal.

“Die Situation ist besser, als wir es erwarteten”, erklärte Ha Yung-kuen von der Telekom-Behörde OFTA schließlich erleichtert. Er erklärte das vor allem damit, dass die Internet Service Provider einen wesentlichen Teil ihres Datenverkehrs auf Landverbindungen mit China und über Satelliten-Netzwerke umgeleitet hatten. Schon Mitte des Monats soll Hongkongs Internet-Kapazität wieder wie gewohnt sein, wenn wenigstens eines der gebrochenen Unterwasser-Kabel bis dahin wieder funktionsfähig ist.

Noch vor wenigen Tagen ließ sich ein “Experte” anlässlich des Erdbebens darüber aus, wie fragil das Internet doch sei. Es erwies sich jedoch heute in Hongkong wieder als erstaunlich stabil. (Nick Farrell/bk)

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