Studie: Videospiele erfüllen psychologische Bedürfnisse

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Es geht nicht einfach nur um Spaß – sondern um ein Gefühl von Leistung, Freiheit und sogar sozialer Verbundenheit.

“Wir glauben, dass wir theoretisch tiefer eindringen müssen und nicht nur den Spielspaß sehen sollten”, erklärte der Motivationspsychologe Richard Ryan von der Universität Rochester.

Der Forscher befragten 1000 Gamer danach, was sie beim Videospielen hält. Es ging ihnen aus motivationspsychologischer Sicht darum, was sie anzieht und das oft intensive und andauernde Interesse erhält. Sie befragten dafür auch Gruppen von Spielern, die unterschiedlichen Spielen zugeneigt sind, darunter ein Genre, das als “massively multiplayer online” (MMO) bezeichnet wird und von manchen Branchenbeobachtern als die Zukunft der Videospiele gesehen wird.

Die MMOs lassen Hunderte oder sogar Tausende von Spielern gleichzeitig miteinander interagieren in einer beständigen Welt, deren Ereignisse sich auch weiter entwickeln, während der Gamer nicht online ist. Insbesondere diese Spielform bereitete der Studie zufolge “eine wesentliche Befriedigung, die ein Gefühl von Präsenz, Spielgenuss und die Absicht zu weiterem Spiel befördert”.

Es sei letztlich nicht der Spaß, der das Interesse des Spielers auf Dauer halten kann, sondern “die Fähigkeit von Spielen, Gefühle von Eigenständigkeit, Befähigung und Verbundenheit zu erzeugen”. (Nick Farrell/bk)

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CBC