Sicherheitsvorgaben von Vista sind “längste Selbmordankündigung der Geschichte”

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Zu dieser drastischen Aussage führt ein detaillierter Bericht der University of Auckland in Neuseeland.

“Peter Gutmanns Bericht beschreibt das schädliche DRM, das in Vista eingebaut ist und von MS für die Zulassung von Hardware und Treibern vorausgesetzt wird”, schreibt INQ-Leser Brad Steffler, MD, der uns auf diesen Bericht aufmerksam machte und weiter ausführt: “Als Arzt, der PCs für die Bildauswertung nutzt, bevor ich eine Operation vornehme, ist diese Situation nicht tolerierbar. Ich kann es auch nicht mehr hinnehmen als Professor einer medizinischen Fakultät, da ich zu einem Mac oder Linux-PC werde wechseln müssen. Diese drakonischen Diktate könnten den PC killen, wie wir ihn kennen.”

Gutmanns Bericht ist nicht einfach nur Microsoft-Beschimpfung. Er hat einen Umfang von 6000 Wörtern und bringt keine schlichte Polemik im FSF-Stil. Gutmann führt auf seiner Homepage aus:

“Windows Vista beinhaltet eine komplette Nachbearbeitung von Kernelementen des Betriebssystems, um den Schutz von so genannten ‘Premium-Inhalten’ zu gewährleisten. Diese Inhalte-Sicherung zu unterstützen, verursacht erhebliche Kosten hinsichtlich der Systemleistung, der Systemstabilität, dem Aufwand für technischen Support sowie den Kosten für Hardware und Software.

Diese Probleme betreffen nicht nur die Benutzer von Vista, sondern die gesamte PC-Branche, da sich die Schutzmaßnahmen auf sämtliche Hardware und Software auswirken, die jemals mit Vista in Verbindung kommt, auch wenn sie nicht unmittelbar mit Vista eingesetzt wird (zum Beispiel die Hardware in einem Macintosh-Computer oder für einen Linux-Server). Dieses Papier analysiert die Kosten, die mit dem Content-Schutz von Vista verbunden sind, und den Kollateralschaden, der quer durch die Computerbranche entsteht.”

Er behauptet außerdem, Vistas Content-Schutz müsse “die Gesetze der Physik aushebeln, wenn er tatsächlich funktionieren soll”.

Jeder kann den Bericht lesen und sich seine eigene Meinung bilden. Und vielleicht kann sich auch Microsoft eine Stellungnahme dazu abringen. (Andrew Thomas/bk)

Linq

A Cost Analysis of Windows Vista Content Protection