Google-Trick hebelt Internet-Sperre aus

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Aufgedeckt: Mit einem Trick umgehen Mitarbeiter den Proxy-Server, wenn der den Zugang zu Internetadressen sperrt.

Der Google-Trick ist auf der Website des Fachbuchverlags O` Reilly nachzulesen. Er beschreibt, illustriert mit Bildschirmfotos, wie die Suchmaschine Google dafür zweckentfermdet werden kann.

Google bietet den Dienst Google Translate an, der die Inhalte von Webseiten in andere Sprachen übersetzt. Der Kniff ist, diesen Dolmetscher so einzusetzen, dass er nicht übersetzt, aber die gewünschte Seite anzeigt. Laut O Reilly wird Google Translate beispielsweise angewiesen, eine durch Proxy-Richtlinien gesperrte deutschsprachige Seite auf Deutsch zu übersetzen. Da Ein- und Ausgabesprache identisch sind, ändert Google nichts am Inhalt der angeforderten Seite, zeigt sie aber unter einer Google-Adresse an. Da die wenigsten Unternehmen ihren Angestellten den Zugang zu Google sperren, können auf diesem Weg alle Adressenrestriktionen umgangen werden.

Der Verlag, der die nun dritte Auflage des Anwenderbuchs ?Google Hacks? herausgibt, nennt MySpace als einer der in den USA am häufigsten von Firmen gesperrten Adressen. Offenbar sollen Mitarbeiter davon abgehalten werden, dort ihre Arbeitszeit zu vertrödeln. O
Reilly beweist mit einem Bildschirmfoto, wie einfach die Sperre ausgehebelt werden kann.

Zu beachten ist, dass in der Adressleiste der so gezeigten MySpace-Einstiegsseite als Inhaltsursprung Google gemeldet wird unverdächtig für jeden Systemadministrator, der nicht genauer hinsieht. (dbm/mto)

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