Apple-Anwälte kennen keinen Spaß mit iBuzz

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Sie haben vielleicht noch nicht verwunden, dass ihr iPhone gar nicht iPhone heißen darf, weil ihnen das schon andere vorgemacht haben. Jetzt jagt Apple seine Anwälte wieder mal hinter einem Anbieter von Sex-Spielzeug her – iBuzz.

Die Rechtsinterpreten von FieldFisherWaterhouse (FFW) haben einen Brief an ibuzz.co.uk geschickt und sich darüber beschwert, dass gewisse Bilder von deren Website vielleicht kopiert seien von “jenen, an denen unsere Mandantschaft das Urheberrecht besitzt”.

Da scheint also jemandem im Lande der Hippies der Humor abhanden gekommen zu sein wegen eines angebotenen Sex-Spielzeugs, das sich ganz offensichtlich in Apples ikonischen Musikplayer einstöpseln lässt – den iPod. Das wiederum soll zu “musikalischen Vibrationen” führen, inzwischen sogar in einer Variante “für zwei”.

Apple überkommt nicht zum ersten Mal die große Unlustigkeit gegenüber einem Hersteller von Sex-Spielzeug. Zuvor war schon der japanische Designer Ichiro Kameda dran, seines Zeichens Präsident einer Zwei-Mann-Firma in Osaka, die ein Gerät namens gPod vermarkten will.

Die iBuzz-Site weiß zu berichten, dass die Firma Love Labs zum Start des iBuzz in den USA im Februar 2006 einen iBuzz als Geburtstagsgeschenk an Steve Jobs schickte. Es kam mit den in großen Buchstaben über die Quittung geschriebenen Worten “Produkt nicht bestellt!” zurück. Warum reagiert Apple nun auf einmal?

Die Site will auch nicht bereuen:

“Es gibt wohl tatsächlich eine stilistische Ähnlichkeit zwischen der iBuzz-Animation und der von Apple. Es ist aber rechtlich geklärt, dass sich Urheberrechte nicht auf Stil oder Ausführung begründen können (sagt mein Anwalt). Wir denken daher, dass die Anschuldigung unbegründet ist.”

Die Firma hat inzwischen ohnehin eine andere Website gestartet – iBuzz Two. (Tony Dennis/bk)

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