Strom-Matte als Ladegerät

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Handys oder Digicams lädt die Strom-Matte nach dem Induktions-Prinzip auf. Entwickelt wurde der Prototyp in Japan.

Forscher der University of Tokyo haben den Prototypen einer Strommatte für elektronische Geräte entwickelt. Sie kann kabellos Geräte nachladen, die auf ihr liegen. Die Matte besteht aus mehreren biegsamen Schichten von Kunststoff und Kupferfolien und überträgt Elektrizität durch Induktion. Durch ihre Konstruktion kann sie die genaue Lage von Mobiltelefonen, Digitalkameras und Notebooks feststellen und den Strom so leiten, dass das Nachladen effizient geschieht.

Gemäß dem leitenden Professor Takao Someya beruht die Funktionsweise der Matte auf bekannten Techniken, wie sie auch bei elektrischen Zahnbürsten und RFID-Funketiketten Anwendung finden.

Bisher konnten elektromagnetische Induktionssysteme relativ hohe Ladungen nur punktgenau übertragen; je größer die Fläche, desto schwächer die Ladung. Die japanische Strommatte kann dagegen hohe Ladungen auch über große Flächen liefern. Dazu nutzt sie organische Transistoren, die Stromzellen ein- und ausschalten, je nachdem ob sie von einem elektronischen Gerät bedeckt sind oder nicht.

Die biegbare und superflache Stromfabrik liefert auf diese Weise bereits mehr als 30 Watt. Die Transistoren werden mittels eines umgebauten Tintenstrahldruckers angeordnet. Sie steuern ein Feld von hauchdünnen Kupferspulen mit je 10 Millimeter Durchmesser. Mit herkömmlichen Gadgets funktioniert die Matte indes nicht. Die Geräte müssen für die kabellose Stromübertragung ebenfalls mit einer aufgedruckten Kupferspule und einer speziellen Elektronikschaltung ausgerüstet werden. (dbm/mto)
(Bild: University of Tokyo)