Second Life: Angriff der fliegenden Penisse

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Die Opfer des hinterhältigen Angriffs waren Journalisten und eine wegen ihres riesigen virtuellen Landbesitzes wenig beliebte Unternehmerin.

Während Schreiberlinge früher nur Faustschläge ins Gesicht und nach ihnen geworfene Kassettenrekorder zu fürchten hatten, hat sich auch das in Zeiten virtueller Interviews geändert. Die Fragesteller von Cnet und ihre Interviewpartnerin Ailin Graef bekamen es mit animierten fliegenden Penissen zu tun. Sie hielten der Attacke 15 Minuten lang mannhaft stand, bevor Ailin weitere Antworten verweigerte. Sie zogen sich aus dem virtuellen Cnet-Büro in Ailins virtuelle Räumlichkeiten zurück, doch dort schaffte es der Störer – im Second-Life-Jargon “Griefer” genannt – sogar, ihren Server zum Absturz zu bringen.

Das Interview kam aber schließlich doch noch zustande und wurde drei Stunden lang geführt.

Ailin Graef betreibt profitable Geschäfte in Second Life und ist besser unter dem Namen ihres Avatars Anshe Chung oder dem Namen der Firma Anshe Chung Studios bekannt, die sie mit ihrem Ehemann Guntram Graef betreibt. Bei vielen Second-Life-Bewohnern scheint sie wenig beliebt zu sein, da sie sich gewaltigen virtuellen Landbesitz unter den Nagel gerissen hat. Letzten Monat ließ sie verlautbaren, die Besitztümer ihrer Firma in Second Life wären bereits mehr als eine reale Million US-Dollar wert. Das halten Kenner auch durchaus für möglich.

Die Graefs begannen ihre Unternehmung in Deutschland, siedelten aber in diesem Jahr in die chinesische Stadt Wuhan um und beschäftigen dort über 30 Vollzeit-Mitarbeiter – zu besseren als den ortsüblichen Löhnen, wie “Chung” erklärt. (Nick Farrell/bk)

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