Linux – Distributionen
Damn Small Linux

BetriebssystemOffice-AnwendungenOpen SourceSoftwareWorkspace

Der Name spricht Bände: Damn Small Linux ist
– abgesehen von Insert – das schlankste der
hier vorgestellten Linux-Live-Systeme.

Damn Small Linux ___

Gerade einmal 50 MByte groß, findet das Knoppix-basierte Live-System sogar Platz auf klein dimensionierten USBSticks und Compact-Flash-Karten. Dementsprechend gering sind auch die Systemvoraussetzungen. Im Gegenzug müssen Sie sich mit der nicht ganz so komfortablen Grafik-Oberfläche Fluxbox begnügen. Gut: Die englischsprachige DSL 2.2 lässt sich selbst auf Uralt-Systemen in Betrieb nehmen, etwa einem 486DX-PC mit nur 16 MByte RAM.Richtig Spaß macht es allerdings erst ab 128 MByte Arbeitsspeicher, da dieAnwendungen erst dann komplett im RAM abgelegt werden können. Der aktualisierte Kernel 2.4.31 ist nun erstmals in der Lage, S-ATA-Festplatten anzusprechen.
Die bereits implementierte Zusammenarbeit mit WLAN-Hardware, PCMCIA-Karten und Winmodems haben die Entwickler weiter verbessert. Unterstützt werden alle populären und wichtigen Geräte. Hoch ist deshalb die Hardware-Erkennungsrate. Kommt es beim Start dennoch zu Problemen, helfen Cheat-Codes weiter. Die Ausstattung kann mit den großen Live-CDs nicht mithalten und beschränkt sich auf das Nötigste. Unter anderem ist das Live-OS mit den beiden Browsern Dillo und Firefox,dem Multimedia-Player XMMS,dem E-Mail-Client Sylpheed sowie dem PDF-Betrachter Xpdf und dem FTPTool Axy FTP ausgestattet.

Mit Webserver und Samba-Client

Zur Basisausstattung gehören aber auch SSH- und Webserver, VNC- und Samba- Client sowie ein Konfigurations- Frontend namens DSL Panel. Eine Liste aller Packages finden Sie unter www.damnsmalllinux.org/packages.html. Nutzer, denen die in der Basisversion vorhandene Software nicht ausreicht, können mit Hilfe der Komponente My DSL weitere Applikationen aus demWeb laden. Zur Auswahl stehen unter anderem Multimedia-Anwendungen und System-Tools. Verzichten müssen Sie lediglich auf Captive-Support. Begrenzt ist dieAuswahl an Security-Applikationen:Auf der Live-CD finden sich weder Virenscanner noch Intrusion- Detection-System. Recovery-Tools, etwa zur Dateiwiederherstellung, Partitionierung und Defragmentierung, fehlen ebenfalls, so dass sich DSL nicht als Rettungsanker für Admins eignet.

Fazit. Damn Small Linux ist sehr schlank und schnell. Auf Grund des Verzichts auf Recovery-Applikationen eignet sich das Live-System nur bedingt zur Datenrettung. Dafür habenWebdesigner und -entwickler dank des mitgeliefertenWebservers ihre Freude an der winzigen Distribution.

www.damnsmalllinux.org

Autor: swasi
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