WiFi des Nachbarn genutzt – ab ins Gefängnis

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Ein Teenager aus Singapur sieht einer Haftstrafe entgegen, weil er die drahtlose Internetverbindung seines Nachbarn ohne dessen Zustimmung nutzte.

Im Polizei- und Wohlfahrtsstaat Singapur sieht man schon schweren Strafen entgegen, wenn man nur eine Zigarettenschachtel oder gar einen Kaugummi achtlos auf die Straße wirft. Es braucht nicht viel schwerere “Vergehen”, und die strenge Obrigkeit genießt die körperliche Züchtigung des Delinquenten.

In dieses Schema der ungebrochenen staatlichen Autorität passt, dass der 17jährige Garyl Tan Jia Luo nach einem Gesetz gegen den Computer-Mißbrauch für schuldig gesprochen wurde und lange drei Jahre in den Knast gehen könnte.

Der Nachbar mit dem WiFi hatte sich förmlich über ihn beschwert. Bezirksrichter Bala Reddy wollte Tan nicht die Mindeststrafe anbieten, sondern forderte den Jugendlichen auf, sich vorzeitig für den Militärdienst zu melden, weil das ein Weg wäre, “um weitere üble Dinge zu vermeiden”.

Der völlig geknickte “Bandbreiten-Bandit” stimmte zu. Das Verfahren wurde unterbrochen, damit der Richter noch Zeit hat, über die gerechte Strafe nachzudenken. (Nick Farrell/bk)

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