Rootkit-Dilemma: Sony zahlt

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Der japanische Elektronikgigant Sony steht mal wieder in den Schlagzeilen. Grund ist diesmal eine Strafzahlung wegen der mit Rootkits “überbeschützten” CDs.

Nach zahlreichen Skandalen wegen brennender Akkus, kaputten Digitalkameras und anderen Poduktfehlern beschert der japanische Elektronik-Riese dem Publikum eine neue Schlagzeile, berichtet der Inquirer.

Diesmal geht es um eine Strafzahlung für CDs, die Rootkits als Kopierschutzmechanismen enthielten (wir berichteten).

Die Japaner sollen an jeden Kunden, der von der Schadsoftware betroffen sei, 175 US-Dollar Schadensersatz bezahlen. Diese Summe handelte nun ein Anwalt einer Gruppe von kalifornischen Privatklägern mit Sony aus.

Weil der Konzern bezahlt, könnte dies allerdings als Präzedenzfall gesehen werden und ein besonders teueres Vergnügen für Sony werden – schließlich sind bis zu 12,6 Millionen solcher CDs allein in den USA vertrieben worden.

Zusätzlich kommen noch bis zu 1,5 Millionen US-Dollar, die Sony BMG für die Einstellung des Verfahrens an die US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien abdrücken muss. (mr)

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