Microsoft trickst Windows-2000-Anwender zum Upgrade

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Um die Geldesel Vista und Office 2007 gut melken zu können, macht es Microsoft den Anwendern vorhandener Windows-Plattformen mal wieder besonders schwer.

Wer auf die neuen Girlanden verzichten will, der betritt bald minenreiches Gelände. Dass sich Medienplayer Zune und Office 2007 nicht mit Windows 2000 vertragen, war eigentlich zu erwarten. Aber der Tiefschlag kommt, wenn es um die Sicherheit geht. Das Anti-Spyware-Programm Windows Defender steht zwar zum kostenlosen Download bereit, aber es installiert sich nur ab Windows XP, Server 2003 und höher. Unter Windows 2000 lässt sich die Anwendung nach Microsofts eigenen Produktinformationen nicht installieren.

Das aber stimmt nicht und kommt aus der unerschöpflichen Trickkiste der Borg. InformationWeek erfuhr von Benutzern, dass der Installer durch die einfache Bedingung “VersionNT > 500” das Kopieren der Defender-Dateien verhindert. Wie wir alle aus dem Administrations-Lehrgang wissen, gilt Windows 2000 technisch als Version 5.0 von Windows NT.

Schlaue Administratoren, die diese Bedingung mit dem Installshield-Editor Orca entfernten, berichten davon, dass Windows Defender sich auch unter Windows 2000 problemlos installieren lässt und ebenso problemlos läuft.

Microsoft hat das in vielen Unternehmen noch immer eingesetzte Windows 2000 bereits unter “Extended Support” gestellt. Dazu gehört die laufende weitere Entwicklung kritischer Sicherheits-Updates und das Angebot käuflichen Supports, aber damit ist dann auch Schluss. (Nick Farrell/bk)

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