Immer mehr Aussteller kehren der Cebit den Rücken

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Einige große Technologiekonzerne sagen der Cebit Adieu und wenden sich Konkurrenzveranstaltungen in den USA, in Europa und in Deutschland zu.

Absagen hat die weltgrößte Messe für Computer und Telekommunikation von den Handy-Herstellern Nokia, Motorola und Benq erhalten, berichtet Die Welt.de. Auch der chinesischen PC-Produzent Lenovo, der südkoreanischen Elektronikkonzern LG und der Drucker- und Kopiererspezialist Konica Minolta haben sich gegen die Cebit entschieden. Zuvor hatten sich schon Sony, Philips oder Canon und Hewlett-Packard von der Messe verabschiedet.

Der Grund für die Absagen: Viele Firmen veranstalten verstärkt Hausmessen und so genannte Roadshows, also Präsentationsveranstaltungen in verschiedenen Städten. Viele Unternehmen sehen die Cebit nicht mehr als geeignete Ausstellungsumgebung an. Die IT-Branche nähert sich in einigen Bereichen immer stärker der Unterhaltungselektronik an. Daher wenden sich viele Technologie-Größen der mittlerweile jährlich stattfindenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zu.”Mit der strategischen Ausrichtung auf Consumer und Konvergenz passt die IFA besser in unser Konzept als die Cebit”, sagt etwa Luc Garé, IT-Direktor bei LG Deutschland.

Doch wenn der Stein erst mal ins Rollen geraten ist, beginnen auch andere Unternehmen zu grübeln: So überlegt auch der Kopierer-Hersteller Xerox, ob er das Cebit-Engagement nicht beenden soll. Und Michael Kurpiers, Marketingchef von Samsung Deutschland ist sich ebenfalls unschlüssig “Ich würde die Hand nicht dafür ins Feuer legen, dass wir 2008 noch so stark auf der Cebit vertreten sein werden wie in den vergangenen Jahren.” (bwi)

Autor: BrittaW
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