Aktuelles Testergebnis
Virenscanner erkennen neue Malware viel zu spät

SicherheitVirus

Ein aktuelles Testergebnis von AV-Test offenbart es: Zwei Drittel der getesteten Virenscanner erkennen die aktuelle ITW-Viren nicht zu 100 Prozent.

Aktuelle ITW-Liste

Aktuelles Testergebnis

Über 200 000 verschiedene Computerviren gibt es mittlerweile, doch selbst bei der recht überschaubaren Anzahl von 780 offiziell im Umlauf befindlichen In-The-Wild-Viren (ITW) müssen einige Antivirenprogramme passen. Am 3. Adventwochenende veröffentlichte die Wildlist-Organisation die aktuelle Wildlist 10/2006 mit den Computerschädlingen, die sich im Oktober 2006 besonders stark bemerkbar machten. Insgesamt 52 Viren, Würmer und Trojaner sind in dem Monat neu in die Hauptliste hinzugekommen: Alles in allem sehr viele Varianten der altbekannten Würmer Mytob und Stration, hingegen kaum echte Neuheiten.


Die meisten Virenscanner patzen

Aktuelles Testergebnis

Erschreckende Ergebnisse offenbart dennoch ein Antivirentest, den AV-Test mit den aktuellen Signaturupdates vom 17.12.2006 durchgeführt hat. So übersieht die eTrust-INO-Engine von CA ganze 11 neue Samples (21 Prozent), der eTrust-VET-Scanner der gleichen Firma immerhin noch 6 (12 Prozent). Ebenfalls keine gute Figur macht Microsoft OneCare, der gleich 9 mal patzt. Fazit: Etwa zwei Drittel der getesteten Produkte erkennt die aktuellen ITW-Viren nicht zu 100 Prozent (siehe Tabelle). Fehlerfrei präsentieren sich im Test lediglich AntiVir, AVK 2006, AVK 2007, F-Secure, Fortinet, Kaspersky, Panda, Symantec, Trend Micro, VBA32 und WebWasher.

Andreas Marx, Geschäftsführer von AV-Test: “Sicherlich werden die Hersteller diese Probleme in Kürze mit den nächsten Signaturupdates beheben. Aber im Dezember noch immer nicht die Viren zu erkennen, die sich bereits seit dem Oktober auf den Systemen der Anwender herumtreiben… das ist nicht gut. Es zeigt auch, dass Virenscanner nicht mehr das Allheilmittel sein können.” (rpe/bwi)