US-Richter will Beweise gegen Intel aus anderen Ländern sehen

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Das Kartellverfahren gegen Intel bekommt eine internationale Dimension. Die Spur führt auch nach Deutschland.

In dem von AMD und anderen Firmen angestrengten Verfahren geht es darum, dass Intel seine Marktmacht, Werbekostenzuschüsse und Rabatte einsetzt, um Hersteller und Händler vom Einsatz der Prozessoren anderer Hersteller abzuhalten.

Der als “Special Master” tätige Richter Vince Poppiti hat jetzt entschieden, dass es sich letztendlich um einen globalen Markt handelt. Er empfiehlt daher, dass im Kartellverfahren auch Beweismittel über die Machenschaften Intels in anderen Ländern zugelassen werden sollen. Etwa 68 Prozent der von Intel und AMD hergestellten CPUs werden außerhalb der USA verkauft. Poppiti geht davon aus, dass das Intel vorgeworfene Verhalten außerhalb der USA als Monopolmißbrauch anzusehen ist.

In Deutschland dürfte die gerichtliche Aufmerksamkeit vor allem dem auffälligen Verhalten der Metro-Gruppe gehören, zu der MediaMarkt, Saturn sowie die Real-Märkte gehören. Der deutsche Handelskonzern bestreitet noch immer die Kungelei mit Intel – obwohl schon lange berichtet wird, dass es praktisch kaum möglich ist, in seinen “Fachmärkten” etwas zu kaufen, das AMD und nicht Intel drin hat. (Redaktion Inquirer/bk)

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Special Master’s Report (PDF)